Vielleicht haben Sie bereits die zahlreichen Werbeanzeigen von Amazon für seinen Buchveröffentlichungsdienst gesehen, auch bekannt als Kindle Direct Publishing (KDP). Vielleicht sind Sie selbst Autor und nutzen diese Plattform. Ist dies der Fall, ist Ihnen sicherlich bekannt, dass es derzeit vermehrt zu Kontosperrungen durch die Plattform kommt.Einige dieser Sperrungen wirken willkürlich sowie unzureichend begründet: In bestimmten Fällen kann daher rechtlich gegen sie vorgegangen werden.
Amazon nimmt eine Auswahl vor
Dass Plattformen wie Amazon algorithmusbasiert Accounts und deren Inhalte prüft und darauf basierend Einschränkungs- oder sogar Sperrmaßnahmen vornimmt, ist nichts Neues. In letzter Zeit fällt uns aber vermehrt eine steigende Tendenz zur Löschung von KDP-Konten oder zur plötzlichen Sperrung bestimmter Veröffentlichungen des E-Commerce-Riesen auf.
Das Problem? Die Nutzer können die Sperrmaßnahmen zum einen mangels hinreichender Begründung kaum nachvollziehen und wissen daher nicht, wie sie sich gegen Sperrmaßnahmen verteidigen sollen oder wie sie weiter agieren müssen, sollten sie wieder freigeschaltet werden. Zum anderen können plötzliche Sperren von KDP-Accounts oder auch nur einzelner Veröffentlichungen zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Ganze Kataloge gehen verloren, und es werden keine Tantiemen (von der Plattform ausgezahlte Einnahmen) mehr ausgezahlt.
Es finden sich immer mehr Erfahrungsberichte von betroffenen Nutzern im Internet. Auch uns erreichen zahlreiche solcher Fälle. Die Betroffenen betonen insbesondere ihr Unverständnis gegenüber diesen Maßnahmen und erkennen nicht, was sie falsch gemacht haben sollen. Im Falle einer Kontoschließung beschränkt sich Amazon nämlich in der Regel darauf, eine E-Mail zu versenden, in der die angegebenen Gründe allgemein oder wenig konkret bleiben. Häufig wirft der Anbieter den Nutzern vor, „versucht zu haben, die Dienste zu manipulieren“, verweist auf Urheberrechtsprobleme, angebliche „negative Kundenerlebnisse“ oder nennt Fehler in den Metadaten. Diese mangelnde Transparenz kann einige Nutzer daran hindern, die Gründe für ihre Sperrung zu verstehen und vor allem einen möglichen Verstoß gegen die Regeln zu korrigieren.
Ein komplizierter Kontakt
Gegen Einschränkungs-/Sperrentscheidungen kann bei Amazon Beschwerde eingereicht werden. Umso frustrierender ist es, dass Anfragen der oft verzweifelten Nutzer von Amazon regelmäßig nicht hinreichend beantwortet werden. Nutzer berichten von komplizierter Kommunikation mit dem Unternehmen, insbesondere aufgrund automatisierter Antworten oder völlig ausbleibender Rückmeldungen.
WBS.LEGAL steht Ihnen zur Verfügung
Dann hilft zur Durchsetzung der Ansprüche häufig nur die anwaltliche Kontaktaufnahme. Hierbei unterstützen wir mit unserer Expertise und langjähriger Erfahrung in außergerichtlichen sowie gerichtlichen Verfahren gegen große Plattformen wie Amazon.
Wenn Kontosperrungen oder Einschränkungen zum Beispiel auf fehlerhafte automatisierte Prüfungen zurückzuführen sind, also tatsächlich gar kein Sperrgrund vorliegt, oder aber bei Vorliegen eines Verstoßes mildere Mittel als die Vollsperre zur Verfügung stehen, erachten wir die Chancen als sehr gut, Ihre Interessen durchzusetzen. Wir sind bereit, Sie im Rahmen eines rechtlichen Verfahrens, sei es außergerichtlich oder gerichtlich, zu begleiten; wir unterstützen bereits zahlreiche Personen, die von teils völlig willkürlichen Moderationsmaßnahmen des Dienstes betroffen sind.
Soforthilfe vom Anwalt
Sie brauchen rechtliche Beratung? Rufen Sie uns an für eine kostenlose Ersteinschätzung oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Gerne unterstützen wir Sie auch präventiv und beraten Sie im Hinblick auf Ihren KDP-Account. Sollten Sie rechtliche Unsicherheiten haben, räumen wir diese gerne aus und stellen Ihr Konto auf möglichst rechtssichere Beine. Zudem empfehlen wir, die von Ihnen genutzten Dienste zu diversifizieren und Konten über mehrere Vertriebskanäle zu eröffnen, um Ihre Einnahmen abzusichern.
Lesen Sie die Nutzungs- und Veröffentlichungsbedingungen der Plattformen sorgfältig (Achtung: Sie können sich ändern und unterscheiden sich je nach Plattform) und überprüfen Sie diese regelmäßig, um kurzfristig auf Änderungen reagieren zu können.